Der eigene Kamin daheim und die Abende vor einem gemütlichen und prasselnden Feuer genießen, diesen Traum erfüllen sich inzwischen viele Hausbesitzer. Bevor man jedoch in diesen Genuss kommt, gilt es einige wichtige Dinge zu beachten. 

Worauf sollte man bei der Anschaffung eines Kaminofens achten?

Bereits beim Kauf eines Kaminofens sollte man darauf achten, dass dieser sowohl den DIN-Normen entspricht, als auch über das CE-Zeichen verfügt. Wenn diese Kriterien gegeben sind, ist davon auszugehen, dass der Kaminofen von einer zertifizierten Prüfstelle zugelassen wurde. Somit entspricht er auch automatisch den europäischen Normen.

Wie viel Feinstaub und Kohlenmonoxid ein Kaminofen emittieren darf, schreibt die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen vor. Diese Grenzwerte werden heute von modernen Kaminöfen aber nicht einmal ansatzweise erreicht. Daher ist die Sorge, man müsse den Kaminofen eventuell nachrüsten, unbegründet. Wer wirklich sichergehen will, bittet vor der Anschaffung eines Kaminofens den Schornsteinfeger um ein Gespräch. Hier erfährt man alle Informationen, die Landesbaurecht und kommunale Vorschriften für den Einbau eines Kaminofens bereithalten. 

Ohne Schornstein geht es nicht

Die Aufgabe des Schornsteins besteht nicht nur darin, die Rauchgase abzuführen, sondern er ist zudem auch der Erzeuger des notwendigen Luftstroms. Dieser Luftstrom gewährleistet die Sauerstoffversorgung des Kaminofens und hält so das Feuer am Brennen. Beide Komponenten, also Kaminofen und Schornstein, bilden ein System, das entsprechend aufeinander abgestimmt sein muss. Auch hier sollte man bereits vor dem Kauf den Schornsteinfeger involvieren. Er kann bestimmen, ob der Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens geeignet ist und welche Kriterien es beim Anschluss insgesamt zu beachten gilt. 

Aufbau und Brandschutzbestimmungen 

Der Schornsteinfeger ist bei der Anschaffungsplanung eines Kaminofens ein unverzichtbarer Partner, denn auch bezogen auf den Brandschutz gilt es einiges zu beachten. So muss beispielsweise ein Mindestabstand des Kaminofens zu den Wänden von 20 cm eingehalten werden.

Der Abstand erhöht sich auf 65 cm, falls der Kaminofen mit einer Seitenscheibe ausgestattet ist.

Ein Hauptaugenmerk liegt auch auf dem Bodenbelag, auf dem der Kaminofen aufgestellt werden soll. Handelt es sich zum Beispiel um brennbare Materialien wie Parkett oder Laminat, dann muss zwingend eine feuerfeste Bodenplatte installierst werden, ob diese aus Edelstahl oder aus Glas besteht, ist Geschmackssache. Zu den Seiten muss sie mindestens 30 cm hinausragen und nach vorne mindestens 50 cm. Die Mindestabstände beziehen sich dabei auf den jeweiligen Grundriss des Kaminofens. Ebenso wichtig ist der Abstand zum Mobiliar. Das bedeutet, dass im vorderen Bereich des Kaminofens im Umkreis von 80 cm keine Möbel aufgestellt werden dürfen.

Der Schornsteinfeger muss den Kaminofen abnehmen

Sobald der Kaminofen vom Fachmann ordnungsgemäß installiert wurde, darf er dennoch nicht in Betrieb genommen werden. Zunächst kommt der Schornsteinfeger zur Abnahme der gesamten Anlage. Zu seinen Aufgaben gehört es, zu prüfen, ob er der Kamin sachgerecht angeschlossen wurde. Das bedeutet, sind alle gesetzlichen Normen eingehalten worden und wurden alle Vorschriften zum Brandschutz beachtet. Sofern man bereits vor dem Kauf und der Installation den Schornsteinfeger involviert hat, kann man in der Regel davon ausgehen, dass es zu keinerlei Beanstandungen kommen wird. 

Am Ende der Begutachtung wird der Feuerstättenbescheid ausgehändigt. Nun darf der Kaminofen endlich in Betrieb genommen werden und der erste gemütliche Abend mit der Familie oder den Freunden kann vor dem Kamin stattfinden.

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